Traumafolgestörungen&Transkulturelle Psychotherapie (PT3)
Abklärung – Beratung – Therapie
Die Station PT3 bietet Erwachsenen ab 25 Jahren eine spezialisierte stationäre und teilstationäre Behandlung bei Traumafolgestörungen sowie bei psychischen Erkrankungen, die durch Migration, Flucht, chronische Schmerzen oder belastende Lebensumstände mitbedingt oder aufrechterhalten werden.
Für wen wir arbeiten
Zu unseren Behandlungsschwerpunkten gehören insbesondere:
- Posttraumatische und komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS/kPTBS)
- Traumafolgestörungen nach Gewalt-, Missbrauchs-, Kriegs-, Flucht- oder Verlusterfahrungen
- anhaltende Trauerstörungen
- dissoziative Störungen
- Anpassungsstörungen
- Depressionen und Angststörungen
- psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit Migration und Flucht
- chronische Schmerzen und somatoforme Beschwerden
Traumafolgestörungen
Traumatische Erfahrungen können Denken, Fühlen, Erleben und zwischenmenschliche Beziehungen nachhaltig beeinflussen. Unsere Behandlung erfolgt phasenorientiert. Zu Beginn stehen eine sorgfältige Diagnostik, Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und Emotionsregulation im Vordergrund.
Bei ausreichender Stabilität können traumatische Erinnerungen mit wissenschaftlich fundierten traumafokussierten psychotherapeutischen Verfahren bearbeitet werden.
Transkulturelle Psychotherapie
Migration und Flucht können neben traumatischen Erfahrungen mit sprachlichen, sozialen, kulturellen und rechtlichen Belastungen verbunden sein.
In der Therapie berücksichtigen wir deshalb kulturelle Hintergründe, individuelle Krankheitsvorstellungen und migrationsspezifische Lebensbedingungen. Bei Bedarf ziehen wir professionelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher hinzu.
Wie wir arbeiten
Unser interprofessionelles Team aus Pflege, Psychologie, Medizin, Sozialarbeit, Physiotherapie sowie Kunst-, Körper- und Bewegungstherapie arbeitet verhaltenstherapeutisch, integrativ und leitlinienorientiert.
Gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten entwickeln wir individuelle Therapieziele. Im Mittelpunkt stehen Stabilisierung, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und die nachhaltige Verbesserung der psychischen Gesundheit.
Zum Therapieangebot gehören unter anderem:
- psychiatrisch-psychotherapeutische Diagnostik und Einzelpsychotherapie
- bezugspflegerische Begleitung
- Traumabewältigungsgruppen, Skillstraining und Emotionsregulation
- Schmerzgruppe und Psychoedukation
- sozialarbeiterische Beratung
- Kunst-, Bewegungs-, Körper- und Physiotherapie
- Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und Yoga
- aktivierende und ressourcenorientierte Tagesstruktur
- Deutschkurs
- NADA-Akupunktur und Aromapflege
- medikamentöse Behandlung nach individuellem Bedarf
Therapiedauer und Behandlungsplätze
Die Behandlung beginnt mit einer vierwöchigen Abklärungs-, Orientierungs- und Therapieplanungsphase. Abhängig vom individuellen Behandlungsauftrag und Therapieverlauf kann sie um bis zu acht weitere Wochen verlängert werden.
Die offen geführte Station verfügt über 17 vollstationäre Behandlungsplätze sowie zusätzliche Plätze für teilstationäre Behandlungen.
Belastungserprobungen über Nacht an den Wochenenden sind Bestandteil der Therapie und unterstützen dabei, Erfahrungen aus der Behandlung schrittweise in den Alltag zu übertragen.
Voraussetzungen für eine Behandlung
Eine stationäre Behandlung setzt eine ausreichende psychische Stabilität sowie innere und äussere Sicherheit voraus. Dazu gehören insbesondere die Fähigkeit zu verbindlichen Absprachen, die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit an den eigenen Therapiezielen und ausreichend geklärte Lebensverhältnisse.
Vor einer Aufnahme findet ein obligatorisches Indikationsgespräch statt. Dabei klären wir gemeinsam, ob unser Therapieangebot zur individuellen Situation und zum aktuellen Behandlungsbedarf passt.
Bei akuter Suizidalität, schwerem wiederholtem selbstverletzendem Verhalten, fehlender psychischer Stabilität oder einer im Vordergrund stehenden aktiven Abhängigkeitserkrankung ist eine Behandlung auf unserer Station in der Regel nicht angezeigt.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die zentrale Zuweisungsstelle der Station PT3.
Auch eine Selbstanmeldung ist möglich. In diesem Fall ist eine Überweisung durch eine Fachperson erforderlich.
Spätestens zum Indikationsgespräch benötigen wir:
- Anordnung für psychologische Psychotherapie
- ausgefüllten Selbstauskunftsbogen
- Anmeldeformular der zuweisenden Fachperson
Die entsprechenden Formulare stehen unten zum Download zur Verfügung.
Kontakt Zuweisung PT3
zuweisung-pt3.pdt@stgag.ch
Leitung
Dipl.-Psych Björn Hofmann
Therapeutischer Leiter
Tel. +41 (0)58 144 41 25
bjoern.hofmann@stgag.ch
Nadine Schnider
Stationsleitung Pflege
Tel. +41 (0)58 144 46 76
nadine.schnider@stgag.ch
Kontakt
Tel. +41 (0)58 144 43 72 (Stationsbüro)