Vielschichtige Wechselbeziehungen im Körper führen dazu, dass viele Erkrankungen mehrere Organsysteme betreffen. Deshalb genügt bei der Diagnostik und Therapie das Wissen eines einzelnen Spezialisten nicht mehr, da ganz verschiedene Diagnose- Elemente aus verschiedenen Organen zusammengetragen werden müssen. Der Internist als breit ausgebildeter Arzt hat den Überblick über den ganzen Menschen. Er zieht die Fachspezialisten, z.B. den Lungen- oder Herzspezialisten, bei und übernimmt in diesen Fällen die Federführung.
Diese integrale Auffassung zeichnet die Allgemeine Innere Medizin aus. Gerade ältere Menschen leiden nicht selten an mehreren Krankheiten, so dass der Internist zwischen verschiedenen Spezialisten die Untersuchungen und Behandlungen koordinieren kann und bei zunächst unklaren Krankheitszuständen die erste Diagnostik betreibt. Entsprechend ist der Internist im Spital auf der medizinischen Bettenstation, auf der Notfallstation und auf der Intensivstation im Einsatz.
Die Behandlung besteht häufig aus der Verschreibung von mehreren Medikamenten, sodass auch gute Kenntnisse der Pharmakologie wichtig sind. Auch ethische Fragen nehmen im älteren Patientengut an Bedeutung zu, mit denen sich Internisten intensiv auseinandersetzen.