Ein Team von Fachleuten - Ärzte und Psychologen, Sozialpädagogen, Lehrer, Heilpädagogen – kümmert sich um die Kinder. Im therapeutisch gestalteten Umfeld erfährt das Kind Halt und Schutz und erhält so die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und andere Verhaltensweisen zu lernen. Die Psychotherapie erfolgt in Form von Einzeltherapie, Gruppentherapie und Familientherapie. Die Gruppenerfahrung im Alltag und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern in Form von regelmässigen Elterngesprächen sind wichtige Bestandteile der Behandlung. Das therapeutische Grundkonzept ist multimodal, d.h. systemisch-familientherapeutische, kognitiv-verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische und medikamentöse Methoden finden je nach Alter und individueller Besonderheit Anwendung. Ergänzende Behandlungsbausteine sind sensomotorische Fördertherapien, erlebnispädagogische Projekte und andere Methoden.
Die schulische Förderung in der Spitalschule der Tagesklinik orientiert sich an einem stufenübergreifenden integrativen Ansatz, anhand der öffentlichen Lehrmittel des Kantons und ist auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sowie an die von der Umwelt und Gesellschaft gestellten Anforderungen zugeschnitten. Entsprechend den Altersbereichen und Gruppen werden vier Schulklassen durch menschlich qualifizierte, erfahrene Lehrpersonen und schulische Heilpädagogen geführt, in welchen die Kinder und Jugendlichen in Kleinstgruppen beschult werden. Mit dem schulpsychologischen Dienst sowie mit den Herkunfts- und Zielschulen besteht ein enger Austausch, so dass die Rückbeschulung in das öffentliche Schulsystem nach der tagesklinischen Behandlung optimal gelingt.
Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung, schwerer Verwahrlosung, akuten Drogenproblemen, akuten Psychosen und Suizidalität können in der Tagesklinik nicht behandelt werden.
Mit den zuweisenden, nachbehandelnden und nachbetreuenden Stellen wird eine enge Zusammenarbeit gepflegt.