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Gynäkomastie (Männerbrust)

Gynäkomastie (Männerbrust)

Aufenthalt: ambulant
Narkose: Vollnarkose oder Lokalbetäubung
Gesellschaftsfähig: nach 2 – 3 Tagen
Arbeitsfähig: nach 2-3 Tagen, ggfls früher
Nachbehandlung: 6 Wochen Kompressionstextil
Kosten: ab CHF 6'965.-- 

Allgemein
Ist die männliche Brustdrüse einseitig oder beidseitig gutartig vergrössert und ähnelt einer weiblichen Brust, so spricht man von einer Gynäkomastie (griechisch: gynä = Frau und mastos = Brust). Die betroffenen Männer vermeiden das Zeigen ihres nackten Oberkörpers in der Öffentlichkeit (Schwimmbad-, Strandbesuche) und sind in der Wahl modischer Kleidung eingeschränkt. 

Beschränkt sich die Vergrösserung ausschließlich auf das Brustdrüsengewebe wird dies als „echte“ Gynäkomastie bezeichnet. Kommt es lediglich zu einer Vermehrung und Verteilungsstörung von Fettgewebe in der männlichen Brustregion, bei normal entwickelter Drüse, wird dies „Pseudogynäkomastie“ genannt. Auch kann nach starker Gewichtsabnahme ein Fett- und Hautüberschuss vorliegen. Alle Formen kann man wirkungsvoll operativ korrigieren

Ursachen
Die Ursachen für eine sind vielfältig und sollten immer vor der Entscheidung für einen plastisch-ästhetischen Eingriff in einem ausführlichen Erstgespräch abgeklärt werden und bedürfen evtl. weiterführende Untersuchungen bei anderen Spezialisten, um den Eingriff zu planen. Dabei wird die Männerbrust eingehend untersucht. Zum einen gehören hormonelle Erkrankungen mit einem gestörten Gleichgewicht zwischen weiblichen (Östrogen) und dem männlichen Geschlechtshormon mit resultierenden Brustdrüsenwachstum zu einer häufigen Ursache der Gynäkomastie. Seltener können Tumore (Hoden, Brust oder Hirnanhangsdrüse) oder Veränderungen der Leber eine Gynäkomastie hervorrufen. Jedoch können manche Medikamente (Herz- und Prostatamedikamente, Antibiotika und Antidepressiva) den Hormonhaushalt beeinflussen und ein Brustwachstum hervorrufen, dass die Männerbrust verformt. Weiterhin kann ein dauerhafter Drogenkonsum (Marihuana, Heroin, Alkohol) zu einer Gynäkomastie führen. Eine sehr häufige Ursache für eine Brustdrüsenveränderung beim Mann ist die Einnahme von steroidhaltigen Muskelaufbaupräparaten (Anabolika). Ein verantwortungsvolles Erstgespräch muss die Abklärung dieser möglichen Ursachen beinhalten.

Operationen
Die Schönheitsoperation wird in lokaler Betäubung mit Dämmerschlaf, bei einem größeren Befund in Vollnarkose durchgeführt und dauert zwischen 1-2 Stunden. Über einen halbmondförmigen Schnitt im Unterrand des Brustwarzenhofes wird das veränderte Brustdrüsengewebe chirurgisch entfernt. In Kombination mit einer Liposuktion kann zusätzlich überschüssiges Fettgewebe um den Drüsenkörper entfernt werden und somit eine ansprechende Brustkontur modelliert werden.

Zusätzlich führt die Liposuktion zu einer Schrumpfung der Haut — eine zusätzliche Bruststraffung ist aber nicht immer notwendig. Lediglich bei stark ausgeprägten Gynäkomastien muss eine Entfernung von überschüssiger Haut um die Brustwarze erfolgen, um eine natürliche Form der Männerbrust zu erreichen. Feine selbstauflösende Fäden werden für den Wundverschluss verwendet. Je nach Ausmaß der Operation kann eine Drainage eingelegt werden. Ein Kompressionsverband wird direkt nach der Operation angelegt.

Nachsorge/Nach der Operation
Am ersten Tag nach der Operation erfolgt die Entfernung evtl. eingelegter Drainagen und der Kompressionsverband wird durch eine Kompressionsweste, die für 6 Wochen getragen werden muss, ersetzt. Ein Fadenzug ist nicht notwendig. Das endgültige Ergebnis ist nach gut einem halben Jahr zu erwarten.

Risiken und mögliche Komplikationen
Nach der Schönheitsoperation kommt es zu Schwellungen und Blutergüssen in der Brustregion, die sich in der Regel nach wenigen Wochen zurückbilden. Wundheilungsstörungen und Infektionen können meistens mit Antibiotika behandelt werden.

Evtl. verbreiterte oder verzogene Narben um die Brustwarze können durch einen kleinen Korrektureingriff in lokaler Betäubung korrigiert werden.

Zentrum für ästhetische Chirurgie Thurgau und Bodensee

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