Frauenklinik
Familienabteilung
Mit der Inbetriebnahme neuer Räumlichkeiten im November setzen wir an den Standorten Frauenfeld und Münsterlingen wichtige Schritte zur Weiterentwicklung unserer familienzentrierten Geburtshilfe.
KSF: Kurze Wege, vernetzte Betreuung und gemeinsame Abläufe
Am KSF entsteht mit der neuen Familienabteilung die Grundlage für eine umfassende organisatorische Neuausrichtung. Gebärsaal, geburtshilfliches Ambulatorium und Wochenbett werden künftig gemeinsam auf dem OG07 angesiedelt sein.
Bisher waren die Bereiche räumlich voneinander getrennt. Für werdende Mütter und Familien bedeutete dies unterschiedliche Anlaufstellen und teilweise lange Wege. Gleichzeitig erschwerte die räumliche Distanz die interprofessionelle Zusammenarbeit. Die Abstimmung zwischen den verschiedenen Bereichen erforderte einen erhöhten Koordinationsaufwand und erschwerte eine durchgängige, aufeinander abgestimmte Betreuung.
Die Zusammenführung bietet die Chance, die Betreuung konsequent aus Sicht der Familien zu organisieren. Kürzere Wege, klarere Abläufe und eine engere Abstimmung zwischen den Berufsgruppen unterstützen eine kontinuierliche Begleitung von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins Wochenbett.
Auch betrieblich ist dieser Schritt wegweisend. Rückläufige Geburtenzahlen erfordern einen bewussten und effizienten Einsatz unserer Ressourcen. Die räumliche Nähe erleichtert die Zusammenarbeit, schafft Synergien und ermöglicht flexiblere Prozesse. Entscheidend ist dabei nicht allein die neue Organisation, sondern wie wir sie im Alltag gemeinsam gestalten – mit dem Ziel, Familien individuell, sicher und ganzheitlich zu begleiten.
KSM: Raum für das Ankommen als Familie
Auch am KSM steht die Familie im Mittelpunkt der aktuellen Weiterentwicklung. Auf der Wochenbettstation entstehen zwei neue Familienzimmer. Ab November stehen damit insgesamt drei grosszügige Familienzimmer zur Verfügung.
Die ersten Tage nach einer Geburt sind geprägt von intensiven Begegnungen, neuen Erfahrungen und dem Aufbau einer engen Bindung zum Neugeborenen. Die neuen Familienzimmer bieten Raum für Nähe, Ruhe und gemeinsame Zeit. Sie ermöglichen es, die erste Phase als Familie bewusst miteinander zu erleben.
Aus pflegerischer Sicht unterstützen diese Rahmenbedingungen eine familienzentrierte Betreuung, bei der nicht nur Mutter und Kind, sondern die Familie als Ganzes wahrgenommen und einbezogen wird. Eltern erhalten Raum, Sicherheit im Umgang mit ihrem Neugeborenen zu gewinnen und in ihrer neuen Rolle anzukommen.
Ein gemeinsames Ziel an beiden Standorten
Die Entwicklungen am KSF und KSM setzen unterschiedliche Schwerpunkte und verfolgen ein gemeinsames Ziel: eine Geburtshilfe, in der sich Familien gut aufgehoben fühlen und in der unsere Mitarbeitenden optimale Voraussetzungen für eine abgestimmte Betreuung vorfinden.
Neue Räumlichkeiten allein machen noch keine familienzentrierte Geburtshilfe aus. Entscheidend sind die Menschen, die darin arbeiten, ihre Zusammenarbeit und die Bereitschaft, bestehende Abläufe weiterzudenken.
Mit den Veränderungen ab November setzen wir an beiden Standorten der Spital Thurgau ein klares Zeichen: Wir investieren nicht nur in Räume, sondern vor allem in die Qualität unserer Betreuung und in eine Geburtshilfe, die die Familie konsequent ins Zentrum stellt.