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Kurz erklärt

Kurz erklärt

IGRT - Bildgeführte Strahlentherapie (engl. Image Guided Radiotherapy)
Eine Bestrahlungsserie besteht in der Regel aus 10 bis 30 Bestrahlungen über 2-6 Wochen. Für jede dieser Sitzungen wird der Patient gleich positioniert. Mit Lasern im Raum und speziellen Lagerungshilfen gelingt dies bis auf wenige Millimeter. Um diese Präzision weiter zu erhöhen, ist der Linearbeschleuniger mit einer zusätzlichen Röntgenanlage ausgestattet. Diese erlaubt den MTRA täglich die Position des Patienten millimetergenau zu bestimmen und Abweichungen mithilfe des „Robotertisches“ zu korrigieren.
Für tiefliegende und bewegliche Tumoren können am Linearbeschleuniger nicht nur reguläre Röntgenbilder, sondern auch computertomografische 3D-Aufnahmen angefertigt werden. Dadurch können Risikoorgane sichtbar gemacht und besser geschont werden.

PET-CT
Die Bestrahlungsplanung basiert immer auf einem speziell dafür angefertigten Planungs-CT. Dieses wird bei uns am PET-CT der Nuklearmedizin als reguläres CT durchgeführt. In ausgewählten Fällen wird gleichzeitig auch ein PET angefertigt, um zusätzliche Informationen über die Tumorerkrankung zu erhalten.

IMRT/VMAT
Intensitätsmodulierte Bestrahlungen wie IMRT und VMAT erlauben es, auch unregelmässig geformte und konkave Zielvolumina zu bestrahlen. Organe nahe am Zielvolumen können so geschont werden bei gleichzeitiger hoher Dosierung des Tumors.
Die Anwendung von Intensitätsmodulierten Bestrahlungstechniken ist in unserer Strahlentherapie seit Jahren Routine. 

Stereotaxie
Für kleine, klar abgrenzbare Tumore ist Stereotaxie oft eine wirkungsvolle Behandlungsoption. Dabei wird der Tumor mit einer sehr hohen (ablativen) Dosis bestrahlt. Um die sichere Applikation solcher hohen Dosen gewährleisten zu können, sind die Anforderungen an die Präzision der Patientenlagerung und Bildgebung am Linearbeschleuniger sehr hoch (IGRT). Da nur kleine Volumina bestrahlt werden, bleibt die Belastung für normales Gewebe trotz der hohen Dosierung gering.
Am Kantonsspital Münsterlingen bieten wir fraktionierte stereotaktische Bestrahlungen für einzelne Hirnmetastasen an. Mit der Eröffnung des zweiten Standorts am Kantonsspital Frauenfeld planen wir dieses Angebot weiter auszubauen. Für komplexere Fälle haben wir eine gute Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich.

4D-Bildgebung
Für atembewegliche Tumore in der Lunge und im Bauchbereich besteht die Möglichkeit, ein zeitaufgelöstes CT (4D-CT) anzufertigen. So kann die Bewegung des Tumors über einen Atemzyklus sichtbar gemacht werden. Diese Information hilft den Radio-Onkologen, das Bestrahlungsregion an die effektive Tumorbewegung anzufertigen.

DIBH
Bei Patientinnen mit Brustbestrahlung, bieten wir zur Schonung von Herz und Lunge eine spezielle Technik an. DIBH (Deep Inspiration Breath Hold) ist die Behandlung in tiefer Einatmung, mit Anhalten der Luft während eines Bestrahlungsfeldes.

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