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Hallux valgus

Hallux valgus

Die „schiefe Grosszehe“ ist eine Fehlstellung, die besonders häufig Frauen betrifft. Man bringt die Entstehung des Hallux mit dem Schuhwerk in unserer Kultur in Verbindung. Spitze, enge und hohe Schuhe zwängen die Zehen in eine unnatürliche Haltung. Diese Einschätzung wird dadurch unterstützt, dass bei afrikanischen Naturvölkern, die Ihr Leben lang barfuss laufen, kein Hallux valgus auftritt.

Aber auch die nachlassende Spannkraft der Bänder zwischen den Mittelfussknochen über die Jahre spielt eine Rolle. Dieser Prozess ist häufig vererbt, und führt zum sogenannten Spreizfuss. Die Kombination von modischem Schuhwerk und Spreizfuss ist letzten Endes der Auslöser für die Ausbildung des Hallux.

Hat die Fehlstellung einmal ein gewisses Ausmass angenommen, so kann eine Verbesserung durch Einlagen oder die Verwendung von Schienen nicht mehr erzielt werden. Kommen dann noch Druckstellen oder Ballenschmerzen beim Laufen hinzu, ist der Zeitpunkt für eine operative Therapie gekommen.

Das Operationsverfahren muss bei jedem Patienten individuell auf die Ausprägung der Fehlstellung abgestimmt werden. Dazu benötigt es spezielle Röntgenbilder im stehen, um die Winkel der Fussknochen zueinander zuverlässig auszumessen.

Bei der Operation muss der Knochen durchtrennt werden, um die Fehlstellung zu korrigieren und die erzielte Korrektur langfristig zu sichern. Dies geschieht selbstverständlich in Betäubung, so dass die Patientin/der Patient davon nichts spürt. Der Knochen wird dann in der gewünschten Position mit kleinen Schrauben fixiert.

Prinzipiell ist die Operation wie ein Knochenbruch zu sehen, den man kontrolliert erzeugt hat. Der Knochen benötigt ebenso wie bei einem Bruch eine Zeit von ca. 6 Wochen, bis er stabil verheilt. In dieser Zeit wird zur Entlastung des Ballens und der Zehen in einem Spezialschuh benötigt. Der Schuh schützt den Knochen vor zu starker Belastung während der Heilungszeit. Ist der Knochen geheilt, kann man wieder normales Schuhwerk tragen. Gehstöcke sind dank des Spezialschuhs allenfalls in den ersten Tagen erforderlich.

Da der Fuss nach der Operation am besten hoch gelagert werden sollte und die Schwellung mitunter schmerzhaft ist, empfehlen wir den Eingriff in einem kurzen stationären Aufenthalt von 4 Tagen. Diese Erholungsphase kommt Ihrem Fuss im weiteren Verlauf der Heilungsphase zugute.

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