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Arthrodese des Kreuzdarmbeingelenkes (ISG)

Arthrodese des Kreuzdarmbeingelenkes (ISG)

Sowohl im jungen aber auch im höheren Alter können Schmerzen im hinteren Beckenringbereich von Problemen aus dem Kreuzdarmbeingelenk (Iliosakralgelenk, ISG) herrühren. Auch ein ausstrahlender Schmerz vergleichbar mit z. B. Bandscheiben- oder Nervenschmerzen („Ischias“) wird häufig beobachtet. Eine Unterscheidung von Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule ist notwendig.

Die Ursachen für die Beschwerden sind vielfältig und reichen von Unfallfolgen über die Arthrose bis hin zu bandbedingten Instabilitäten, muskulären Schwächen und schwangerschaftsbedingten Schmerzen.

Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte vermutet (insb. „Sitzintoleranz“), durch die klinische Untersuchung erhärtet und durch Infiltrationen (diagnostisches Einspritzen von lokalem Betäubungsmittel in den Gelenkspalt) bestätigt. Die Bildgebung ist meist nur zum Ausschluss von anderen Schmerzursachen hilfreich.

Die Therapie ist in aller Regel konservativ mit Physiotherapie, muskulärer Kräftigung und Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten (z. B. Mefenaminsäure, Diclofenac, Ibuprofen, etc.). Bei Instabilität kann eine Stabilisierung mit einem speziellen Gurt helfen. Infiltrationen mit Cortison und eine Unterbrechung der schmerzleitenden Nerven sind weitere konservative Behandlungsalternativen.

Bei trotzdem anhaltend starken Schmerzen mit zughöriger Einschränkung der Mobilität in Beruf, Alltag und Sport ist die operative Versteifung des kaum beweglichen Gelenkes eine gute Behandlungsalternative.

Wir bieten eine minimalinvasive Methode mit sicherem Zugang von dorsal (vom Rücken aus) an. Über einen Schnitt von ca. 6 cm wird eine Titan-Interferenzschraube in Richtung ISG eingebracht und stabilisiert durch Anspannen der grossen Bandapparate das Gelenk. Um die Schraube herum eingebrachter Knochen vom eigenen Beckenkamm und Spenderknochen sorgen in den ersten Monaten nach dem Eingriff für eine bleibende Verbindung der Gelenkpartner Kreuzbein und Darmbein und mit dieser „Fusion“ für eine deutliche und anhaltende Schmerzreduktion.

Hersteller dieser verwendeten Implantate: DIANA, Firma Signus, D-Alzenau

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