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Hämaturie:wem zuweisen dem Urologen oder dem Nephrologen?

Hämaturie:wem zuweisen dem Urologen oder dem Nephrologen?

Eine Mikro- oder Makrohämaturie kann im Rahmen einer symptomatischen akuten Erkrankung (z.B. Harnwegsinfekt, Nephrolithiasis) passager auftreten. Die Ursache der Hämaturie ist dann oft evident bzw. die Hämaturie kann auf die richtige Diagnose weisen. Oft aber tritt eine Hämaturie ohne weitere Symptome auf. Die Quelle kann irgendwo zwischen Glomeruli und Urethra liegen. Insbesondere eine asymptomatische Mikrohämaturie ist häufig, kann passagerer Natur und harmlos sein, aber auch Zeichen einer schwerwiegenden Erkrankung. Dem Allgemeinpraktiker stellt sich dann oft die Frage, ob eine weitere Abklärung nötig ist und an wen der Patient am besten zugewiesen wird (Urologe oder Nephrologe). Aus urologischer Sicht gilt es vor allem, Malignome der ableitenden Harnwege zu erkennen, aus nephrologischer Sicht dürfen vor allem rasch progressive Glomerulonephritiden nicht verpasst werden. Zunächst sollte bei positivem Streifentest bzw. bei rotem Urin die Diagnose einer Hämaturie mittels Urinsediment verifiziert werden. In einem zweiten Schritt sollten bei Mikrohämaturie harmlose passagere Ursachen ausgeschlossen werden (Harnwegsinfekt, starke körperliche Belastung, etc.), zugleich aber auch eine fokussierte Anamnese erfolgen und ein Basislabor abgenommen werden (Umfang siehe unten). Die untenstehenden Algorithmen helfen, Patienten richtig zu triagieren. Patienten können uns aber gerne auch zur interdisziplinären Hämaturieabklärung (entweder ans Sekretariat Nephrologie oder ans Sekretariat Urologie) zugewiesen werden, wir übernehmen dann gerne die Triage und klären die Patienten bei Bedarf interdisziplinär ab. Die Triage erleichtern Sie uns mit der Angabe der folgenden Informationen:

 

  • Anamnese: Miktionsbeschwerden (Dysurie, obstruktive Miktion), Blasen- / Flankenschmerzen, Allgemeinsymptome, vorangegangene bzw. gleichzeitig aufgetretene Infekte der Atemwege, urologische Vorerkrankungen und Eingriffe, Familienanamnese (insbesondere bezüglich Hämaturie und Zystennieren), Nikotin, Cytostatika- und Chemikalienexposition.
  • Labor: Vollständiger Urinstatus inkl. Sediment; ggf. Protein-Kreatinin-Quotient oder Albumin-Kreatinin-Quotient; Serumkreatinin (inkl. Vorwerte).

 

 

 

 

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