Direkt zum Inhalt
Lappenplastiken

Lappenplastiken

Als Lappen bezeichnet man Gewebeverbände, welche verlagert werden.

Sie kommen zum Einsatz bei der Deckung von tiefen Gewebedefekten, bei denen wichtige Strukturen (Knochen, Sehnen, Nerven, grosse Blutgefässe) frei liegen. Diese Defekte können z. B. durch einen Unfall entstanden sein, können aber auch anlässlich einer Operation entstehen (z. B. bei radikaler Tumorentfernung).

Die Lappen können aus verschiedenen Gewebeanteilen bestehen z. B. Haut, Muskulatur, Knochen. Je nach Lokalisation des Defektes kann ein sogenannter gestielter Lappen verwendet werden, dabei bleibt ein Teil des Lappens im ursprünglichen Gewebeverband und nur der andere Teil des Lappens wird in den Defekt hinein verlagert.

Wo dies nicht möglich ist, muss man zum sogenannten freien Lappen greifen, d. h. der Lappen wird mitsamt den ernährenden Gefässen vollständig herausgelöst und am Empfängerort eingepflanzt (Narbe nach entnahme). Dabei müssen die ernährenden Gefässe dort unter dem Mikroskop an die Blutgefässe angeschlossen werden. Mit der freien Verpflanzung des grossen Rückenmuskels (Latissimus dorsi) können auch sehr grosse Defekte gedeckt werden. Die freie Verpflanzung solcher Lappen ist schwierig und aufwendig, kann jedoch im Extremfall die Rettung für eine bedrohte Extremität bedeuten.

appointmentaudiogaleriebabyconstructiondepartmentdescriptiondoctordocumentsE-MailemergencyeventtypehostjoblinksmessageminusmovienewsorganiserpersonpicturepluspricerundgangsearchStatistiktarget audiencetarget grouptelephonetimeunternehmenvisitorwebcamyoutube