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Wundtherapie

Wundtherapie

Die Wundsprechstunde vom Kantonsspital Frauenfeld bietet eine Nachbetreuung für Patientinnen und Patienten, die bei uns hospitalisiert waren, sowie für neue Patienten, die mit einfachen bis komplexen Wunden intern (von anderen Kliniken) oder extern (von Hausärzten und der Spitex) zugewiesen werden.

Die Behandlung von komplexen Wunden erfolgt durch unser Ärzte-Team und durch unsere Wundspezialisten mit einem Abschluss MAS in Wound Care in Zusammenarbeit mit der Spitex und den Hausärzte.

Jeder Patient bringt eine eigene Geschichte mit einer Summe von Krankheiten mit, was jeden Fall einzigartig macht. Darum offerieren wir verschiedene Therapiemöglichkeiten, die individuell für jeden Patienten gewählt werden. 

Therapiemöglichkeiten

  • Verbände
    • Wundsituations-angepasste Wundauflagen wie z.B. Hydrogele (Aquacel), Medizinalhonig, Schaumstoffverbände, Absorber und Superabsorber
    • Spezialverbände:
      • Honig (Medihoney): sterile und standardisierte Honigmischung geeignet für tiefe und schlecht zugängliche Wunden.
      • Negative pressure wound therapy (NPWT oder VAC Therapie): Die Unterdruck-Wundtherapie wird durch einen Verband (Schwamm) durchgeführt. Dieser zieht die Wundränder zusammen, drainiert Wundsekret und Blut und fördert die Bildung von Granulationswebe.
      • Madentherapie: Von der Firma Medical System Solution erhalten wir gezüchtete Maden, die sich in einem Beutel befinden. Es ist erwiesen, dass Maden sich zur Wundbehandlung bei belegten Wunden eignen. Bei der Behandlung im Biobag sind die Larven sicher verschlossen. Durch die dünne poröse Kunstmembran erreichen die Sekrete die Wundoberfläche, ohne dass die Maden direkt auf der Wunde liegen.
    • Verschiedene Kompressionsmöglichkeiten bei chronischer venöser Insuffizienz.
  • Antibiotikatherapie

    Bei einer Infektsituation können wir sofort Wundabstriche durch unser Labor auswerten lassen, damit wir nötigenfalls die passende systematische Antibiotikatherapie einleiten können.

    Bei lokalen Infektzeichen haben wir diverse Möglichkeit, antiseptisch zu behandeln oder auch Silberprodukte verschiedenster Art einzusetzen.

  • Operative Sanierung von chronischen Wunden und Nekrosen

    Bei der Sanierung von chronischen Wunden wird infiziertes, geschädigtes oder abgestorbenes (nekrotisches) Gewebe entfernt, was zur Heilung der Wunde führt und eine sekundäre Infektion des verbliebenen gesunden Gewebes sowie ein Fortschreiten der Infektion verhindert.  

    Debridementarten (oder Wundtoiletten), die wir anbieten:

    • Scharf, chirurgisch mittels Skalpell und Ringkürette
    • Osmotisch durch den Medihoney
    • Autolytisch mittels verschiedenen Wundgelen, Alginaten, Hydrofasern, Nasstherpeutika (Hydroclean = altes Tenderwet)
    • Enzymatisch mit Iruxol (wenn auch nur ganz selten)
    • Biochirurgisch mittels Madentherapie 
  • Hautersatzverfahren
    • Deckung von grossflächigen Hautläsionen mittels Spalthauttransplantat (Thiersch-Plastik)
    • Bei kleinen und therapieresistenten Wunden: OASIS oder Apligraf

Beispiel Fallbeschreibung

Ulcus (Wunde) im Unterschenkel aus mutlifaktorieller Ursache (Diabetes, PAVK, arterielle Hypertonie) mit langjähriger Behandlung. Initiale Behandlung mit Antibiotika wegen des Infeks im Unterschenkel. Nach ca. 4 Monaten und verschiedenen Therapien (Madentherapie, VAC Verband, Verbände mit Medihonig und rezidivierenden lokalen Debridements) erreichen wir die komplette Heilung der Wunde. 

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