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Strahlentherapie

Strahlentherapie

Die Bestrahlung der Brust gilt nach brusterhaltender Operation als Standardtherapie. Sie beginnt meist vier bis sechs Wochen nach der Operation, wenn die Wundheilung schon fortgeschritten ist, oder nach Abschluss der Chemotherapie.

Ziel ist es, kleinste Krebsreste zu zerstören. Das Risiko eines Rückfalls in der Brust oder der Achselhöhle wird durch eine Bestrahlung erheblich vermindert. Aber auch wenn das gesamte Brustgewebe entfernt wurde, kann in bestimmten Fällen eine Nachbestrahlung sinnvoll sein.

Individuelle Dosen und modernste Technik

Die postoperative Radiotherapie wird ambulant mit täglichen Therapiesitzungen (werktags, d.h. 5 x pro Woche) während 6 bis 8 Wochen durchgeführt. Bestrahlt wird in der Regel die ganze Brust, in welcher der Tumor war. Meistens erfolgt in den letzten Therapiesitzungen eine besondere Bestrahlung des ehemaligen Tumorsitzes (sogenannter Boost). 

Sehr wichtig ist eine gute Bestrahlungsplanung, um eine optimale Dosisversorgung des Tumors zu gewährleisten. Dabei ist die Reduktion der Wahrscheinlichkeit unerwünschter Nebenwirkungen das zweite Hauptziel. Die optimale Bestrahlungstechnik wird individuell festgelegt, und die resultierende Dosisverteilung computerunterstützt berechnet und optimiert.

Damit im Gewebe eine gleichmässige Dosisverteilung resultiert, verwendet man Techniken mit mehreren Einstrahlrichtungen, bei denen die Intensität im Strahl durch Keilfilter oder Subfelder moduliert wird. Die im Planungsprozess berechnete Bestrahlungstechnik wird elektronisch an die Therapiemaschine, einen Linearbeschleuniger für Elektronen, transferiert. Dort gewährleistet eine Vielzahl von Regel- und Überwachungskreisen, dass sämtliche Behandlungen mit allen technischen Parametern wie geplant durchgeführt werden.

Im Brustzentrum Thurgau steht hierfür die modernste Technik zur Verfügung.

Vorbereitung und Ablauf der Therapie

Vor Beginn einer Bestrahlung wird die Therapie folgendermassen geplant:

  • Aufklärungsgespräch über die Bestrahlung bei einem Arzt.
  • Computertomographie, damit die Bestrahlung körpergerecht geplant werden kann.
  • Simulation, bei der die Markierungen für die Bestrahlung auf dem Oberkörper angebracht werden.

Die Bestrahlung erfolgt in Rückenlage mit nach oben ausgestreckten Armen. Bestrahlungsdauer ca. 1 Minute für jedes Bestrahlungsfeld.

Mögliche Nebenwirkungen der Therapie

Gegen Ende der Bestrahlungszeit rötet sich die Haut wie bei einem starken Sonnenbrand. Es kann zu Juckreiz oder leichten Schmerzen, vor allem im Bereich der Brustwarze, kommen. Diese Nebenwirkungen sind jedoch von Frau zu Frau, entsprechend der Hautbeschaffenheit, verschieden.  Die Brust kann gegen Ende der Bestrahlungszeit anschwellen. Selten kann durch die Bestrahlung eine vorübergehende Müdigkeit ausgelöst werden. Es kommt jedoch nicht zu Haarausfall oder Übelkeit.

Welche Therapie durchgeführt werden sollte, wird bei einem regelmässigen Treffen aller Spezialisten detailliert besprochen. Dabei werden die verschiedenen Arten und Möglichkeiten individuell auf die Patientin abgestimmt.

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