
Wir wahren die Autonomie der Bewohnerinnen und Bewohner soweit als möglich. Gemeinsam versuchen wir, ihnen einerseits Handlungsfreiräume zu belassen, andererseits Grenzen zu definieren, so dass für alle ein Zusammenleben möglich ist. Das zentrale Anliegen ist grösstmögliche Freiheit bei angemessener Sicherheit. Wenn die Autonomieansprüche nicht mehr formuliert werden können, versuchen wir über die Vorgeschichte, über Gespräche mit den Angehörigen und über nonverbale Äusserungen des Bewohners seinen mutmasslichen Willen und seine Bedürfnisse zu erfahren.
Für Angehörige und Bezugspersonen sind wir kompetente Ansprechpartner. Gerne ermöglichen wir den Angehörigen, am täglichen Leben der Bewohnerinnen und Bewohner teilzunehmen. Auf Wunsch können auch Pflege- und Betreuungsaufgaben übernommen werden.
Zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Bezugspersonen erstellen wir eine ausführliche Biografie des Bewohners, um die Geschichte, die Lebenserfahrung und die Individualität in der Betreuung und Pflege zu berücksichtigen. Uns sind Kontakte über die Mauern unserer Institution hinweg wichtig, deshalb fördern und organisieren wir gemeinsame Jahresfeste, Ausflüge und Geburtstagsfeiern für die von uns betreuten Menschen.
Die Begleitung und Betreuung während des Sterbens ist uns ein besonderes Anliegen. Sie soll den notwendigen Raum bieten, damit der Bewohner in Ruhe und Frieden seinen Lebenskreis schliessen kann.
Die demographische Entwicklung zeigt, dass die Zahl der hochbetagten Menschen mit schweren Hirnleistungsstörungen zugenommen hat und weiter zunehmen wird. Aus diesem Grund ist die Pflege und Betreuung dieser Menschen ein weiterer Schwerpunkt in unserer Klinik. Unsere psychogeriatrische Station ist personell und konzeptionell für diese nicht immer leichte Aufgabe ausgerüstet.