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Aneurysma

Als Aneurysma bezeichnet man die Aussackung eines Blutgefässes. Es handelt sich dabei praktisch immer um eine Arterie.

Die Erfolgsaussichten dieser Operation sind sehr gut. Hingegen sind die Aussichten relativ schlecht, wenn man im Stadium der Ruptur operieren muss, in diesen Fällen stirbt ca. die Hälfte der Patienten an Verblutung.

Am häufigsten betroffen ist die Bauchschlagader (Aorta abdominalis). Die genaue Ausdehnung, der Durchmesser und die Ausdehung auf andere Gefässe kann am besten am Computertomogramm beurteilt werden (Computertomogramm Bauchaortaaneurysma).
Im zeitlichen Ablauf wird ein Aneurysma wachsen. Wird dabei eine gewisse Grösse überschritten, ist die Gefahr einer Ruptur (Riss in der Wand) vorhanden. Dementsprechend besteht dann die Gefahr einer akuten Verblutung. Des weiteren weist ein Aneurysma innen mehr oder weniger grosse Anteile von Thromben (Blutgerinnsel) auf. Diese können von der Wand abgeschwemmt werden und in die Peripherie verschleppt werden. Dort kommt es dann zur Verstopfung von kleinen Schlagadern, was zur Minderdurchblutung führt.

Die Chirurgie der Aneurysmen hat zum Ziel, einerseits das Aneurysma auszuschalten, andererseits die Blutversorgung sicherzustellen. Dies wird durch den operativen Ersatz des betroffenen Arterienabschnittes mit einer Gefässprothese (in der Peripherie mit einer Vene) erreicht. Bei der Operation an der Bauchschlagader muss je nach Ausdehnung des Aneurysmas eine verzweigte, sogenannte Y-Prothese verwendet werden.

Kontakt

Kantonsspital Münsterlingen
Chirurgische Klinik
Postfach, 8596 Scherzingen
Tel. 071 686 11 11
Fax 071 686 20 31



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