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Was ist Radiologie?

Was ist Radiologie?

Viele Patienten sind schon oft geröntgt worden, ohne jedoch je einen Radiologen gesehen zu haben.

Das liegt daran, dass viele konventionelle Röntgenaufnahmen in der Arztpraxis durchgeführt und beurteilt werden. Für die Beurteilung der Röntgenuntersuchungen des Skelettes und der Brust ist jeder Arzt während des Studiums und der Weiterbildung ausgebildet worden, und einige Ärzte besitzen auch einen Fähigkeitsausweis zur Ultraschalluntersuchung und führen diese in der Praxis durch.

Der Radiologe hat nach dem Staatsexamen eine sechsjährige Weiterbildung absolviert, die mit einem Facharztexamen abgeschlossen wird (die Radiologen waren zusammen mit den Anästhesisten die ersten Fachbereiche in der Medizin, die ein solches Examen in der Schweiz einführten). Früher arbeiteten die meisten Radiologen an Spitälern, wo sie für die effiziente Durchführung und Beurteilung der grossen Anzahl dort anfallender konventioneller Röntgenuntersuchungen verantwortlich waren. Die eigentliche Anfertigung der Röntgenuntersuchung obliegt den MTRA (Medizinisch-Technische Röntgenassistenten), die wie das Pflegepersonal eine vom SLK anerkannte mehrjährige Ausbildung gemacht haben. Entsprechend sind sie auch medizinisch geschult und garantieren eine einfühlsame Betreuung des Patienten.

Im weiteren führen die Radiologen an den Spitälern Konferenzen durch, an denen sie die angefertigten Untersuchungen mit den für die Patienten zuständigen Ärzten besprechen. Auch die Aus- und Weiterbildung der Assistenzärzte ist ein wichtiger Bestandteil der Aufgaben eines Radiologen.

Mit der Einführung neuer Untersuchungstechnologien wie dem Ultraschall, der Computer-Tomographie (CT) und der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT, oft auch MRI vom englischen 'Magnetic-Resonance-Imaging genannt) hat sich das Berufsbild des Radiologen deutlich gewandelt. Zwar werden auch CT- und MRT- Untersuchungen von einem MTRA durchgeführt, doch für die Planung der genauen Durchführung und die Beurteilung dieser Bilder sind nur Radiologen ausgebildet. Entsprechend finden sich heutzutage auch viele Radiologen in freier Praxis, die hauptsächlich diese Untersuchungen durchführen. Diese neuen Untersuchungstechniken ergeben heutzutage die Hauptarbeit des Radiologen. Diese fängt schon mit der richtigen Indikationsstellung, d.h. der Auswahl der besten Untersuchungsmethode (ob Ultraschall, CT oder MRT) und der entsprechenden Untersuchungstechnik (wie soll die Untersuchung durchgeführt werden?) an.

Vor der Untersuchung wird dem Patienten erklärt, was gemacht wird. Nach der Untersuchung, deren Durchführung vom Radiologen überwacht wird, werden die Bilder ausgewertet und beurteilt. Diese Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch, da oft mehrere Hundert Bilder vorliegen. Oft werden dabei auch noch mit Hilfe von Computern spezielle Rekonstruktionen erzeugt, die einen Befund deutlicher darstellen und dem behandelnden Arzt die Therapieplanung erleichtern.

Ein weiteres Arbeitsgebiet des Radiologen ist die interventionelle Radiologie. Hierbei führt der Radiologe therapeutische Eingriffe im Inneren des Patienten durch, wobei er nur eine Nadel oder einen kleinen Katheter (Schlauch) in den Körper einführt und dann dessen Lage und die Arbeit mit ihm mit Hilfe verschiedener Röntgentechniken von aussen kontrolliert. Dazu gehören z.B. das Aufweiten verschlossener Blutgefässe mit einem Ballon oder die gezielte Verabreichung von Medikamenten an den Abgang von Nervenwurzeln.

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