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Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust)

Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust)

Das heute beste bildgebende Verfahren ist die Mammographie. Allerdings lassen sich damit nicht alle Knoten eindeutig bestimmen.

Entdeckt etwa eine Frau einen Knoten in ihrer Brust, ordnet der Arzt in den allermeisten Fällen eine Mammographie an. Damit werden die meisten bösartigen Veränderungen in der Brust erkannt, wie etwa ein Tumor (ab etwa 5 mm) oder aber sogenannte Mikroverkalkungen (ab etwa 0,1 mm), die Hinweise auf Karzinome sein können. Nur in der Mammographie können Mikroverkalkungen erkannt werden.  

Ablauf der Mammographie

Um ein aussagekräftiges Bild zu erhalten, wird die Brust im Mammographiegerät mit zwei Plexiglasplatten fest zusammengedrückt. Denn je flacher die Brust, desto weniger Gewebe müssen die Strahlen passieren und um so geringere Dosen sind notwendig. Meist werden pro Brust zwei Bilder aus verschiedenen Richtungen angefertigt. Der technische Fortschritt hat die Strahlenbelastung bei der Mammographie minimiert. 

In den ersten Tagen nach der Periode ist die Brust am unempfindlichsten und ihr Flüssigkeitsgehalt am geringsten. Deshalb wird empfohlen, die Mammographie in dieser Zyklusphase machen zu lassen. Für Frauen, deren Menopause bereits eingesetzt hat, spielt der Zeitpunkt keine Rolle. Weil die Brust junger Frauen drüsenreicher und damit dichter ist, muss der Arzt in solchen Fällen manchmal eine Zweitabklärung mit Ultraschall machen. Das Gleiche gilt für Frauen mit Brustimplantaten.

Ergebnisbeurteilung

Das Ergebnis wird nach der BI-RADS-Klassifikation 1 - 6 bewertet - siehe nachfolgende BI-RADS®-Tabelle

Klassifikation eines Befunds

(Breast Imaging Reporting and Data System)

Ergebnis "0"
Bedeutung: Die mammographische Untersuchung ist unvollständig.
Prozedere: Weitere Bildgebung (z.B. MRI) oder Vergleichsmammographie werden benötigt.

Ergebnis "1"
Bedeutung: Normalbefund
Prozedere: Keine weiteren Abklärungen erforderlich.

Ergebnis "2"
Bedeutung: Gutartiger Befund
Prozedere: Keine weiteren Abklärungen erforderlich.

Ergebnis "3"
Bedeutung: Vermutlich gutartiger Befund. Weniger als 2 %  Malignomwahrscheinlichkeit.
Prozedere: Kontrolluntersuchung in 3 - 6 Monaten empfohlen.

Ergebnis "4"
Bedeutung: Verdächtiger Befund
Prozedere: Eine Biopsie (Gewebeprobeentnahme), z. B. Ultraschall- oder Mammographiegesteuerte Stanzbiopsie oder Vakuumbiopsie, sollten in Erwägung gezogen werden.

Ergebnis "5"
Bedeutung: Hochverdächtig auf Malignität (Bösartigkeit). Mehr als 95 % Malignomwahrscheinlichkeit.
Prozedere: Histologische Sicherung durch Biopsie (siehe unter 4) notwendig.

Ergebnis "6"
Bedeutung: Biopsie durchgeführt, Malignität nachgewiesen.
Prozedere: Dokumentation vor definitiver Therapie.

Häufigkeit der Mammographie-Untersuchung

Ohne spezielles Risiko für Brustkrebs wird die Mammographie für Frauen über vierzig einmalig, danach ab fünfzig regelmässig alle zwei Jahre empfohlen. Bei Vorliegen eines Risikos soll ein individueller Vorsorgeplan vereinbart werden.

Im Brustzentrum Thurgau werden jährlich einige Tausend Mammographien durchgeführt. Unsere Radiologen haben daher sehr grosse Erfahrung bei der Anfertigung und Beurteilung der Mammographien und des Ultraschalls. Bei Verdacht auf ein Karzinom kann eine unabhängige Zweitbeurteilung erfolgen.

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